Dicke Beine: Ursachen und Therapiemöglichkeiten

Du kommst abends nach Hause und deine Socken haben tiefe Abdrücke in deinen Beinen hinterlassen? Du willst deine Lieblingshose anziehen aber an manchen Tagen sitzt sie an den Beinen merklich enger? Dicke Beine sind nicht einfach nur nervig, sondern für viele Menschen ein echtes Problem. Das kann viele verschiedene Ursachen haben und meist sind die Hintergründe harmlos. In manchen Fällen können aber auch ernstzunehmende Krankheiten dahinterstecken.

In diesem Blogbeitrag widme ich mich der Frage, wodurch dicke Beine entstehen, auf welche potentiellen Problemzeichen du achten solltest und was du tun kannst, um dich besser zu fühlen.

Was können die Gründe für dicke Beine sein?

Viele Menschen haben irgendwann einmal mit dicken Beinen zu kämpfen. Gerade nach langem Sitzen, zum Beispiel im Flugzeug, treten vermehrt Schwellungen auf. Doch wenn diese nicht abklingen, kann es auch ernstere Ursachen geben.

  • Venenerkrankungen
    Es gibt verschiedene Venenleiden, die zu dicken Beinen führen. Die wohl häufigste von ihnen ist die Venenschwäche. Die Venen transportieren das Blut nicht richtig und so staut es sich in den Beinen und Füßen. Eine Venenerkrankung erkennst du daran, dass deine Beine vor allem abends dick sind und spannen oder kribbeln. Auch Krampfadern und Besenreiser sind wichtige Anzeichen.
  • Herzerkrankungen
    Eine gestörte Pumpfunktion des Herzens führt zu einem Rückstau des Blutes in den Gefäßen. Dies kann sich auch durch angeschwollene Beine bemerkbar machen. Bei einer Herzschwäche sind dicke Beine ein Signal dafür, dass die Medikamente nicht mehr ausreichend wirken oder sich die Herzfunktion noch weiter verschlechtert hat.
  • Lympherkrankungen
    Sogenannte Lymphödeme sind teilweise angeboren, können aber auch später noch auftreten. Wasser kann nicht ablaufen, da die Lymphe verstopft sind. So treten Schwellungen in den Füßen oder auch in den Beinen auf.

    In einem frühen Stadium sind diese Schwellungen noch weich und gehen schnell zurück. Später jedoch verhärten sie sich, es kommt zur Fibrose (Bindegewebswucherung) und zu Verformungen des Beines.

    Handelt es sich um eine gerötete, warme Schwellung mit Begleiterscheinungen wie Fieber und Schüttelfrost, ist es meistens eine infektiöse Wundrose, auch Erisypel genannt.
  • Thrombose
    Eine Thrombose erkennst du an einer einseitigen Schwellung, Rötungen und begleitenden Schmerzen. Hier behindert ein Blutgerinnsel im Bein den Blutstrom. Bei einer Thrombose ist eine schnelle Behandlung wichtig, da sie zu einer Lungenembolie führen und somit tödlich sein kann.
  • Schilddrüsenerkrankungen
    Sowohl Schilddrüsenüberfunktionen als auch -unterfunktionen können Schuld an geschwollenen Beinen sein. Dazu zählen unter anderem Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow.

    Erste Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sind weiche Schwellungen in den Beinen, ein aufgeschwemmtes Aussehen sowie Müdigkeit, Appetitlosigkeit und depressive Verstimmungen. Eine Schilddrüsenüberfunktion macht sich demgegenüber durch Unruhe, Nervosität, Schweißausbrüche und Gewichtsabnahme bemerkbar.

    Auch Hormonstörungen in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren lassen die Beine anschwellen.
  • Alkohol oder Medikamente
    Diverse Bluthochdruckmedikamente, Kortison und Hormonpräparate sind einige der zahlreichen Medikamente, die Flüssigkeitseinlagerungen in den Füßen und Beinen begünstigen.

    Ebenso kritisch ist die dauerhafte Einnahme von Abführmitteln, denn sie verändern den Wasser-Salz-Haushalt im Körper und erschweren den Flüssigkeittransport.

    Auch regelmäßiger, hoher Alkoholkonsum kann zu dicken Beinen führen, da sich die Blutgefäße erweitern.
  • Lipödem
    Ein Lipödem ist meist das letzte Krankheitsbild, das diagnostiziert wird, denn viele Ärzte haben es immer noch nicht auf dem Schirm. Bei einem Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung, die sich durch überproportional dicke Oberschenkel, Unterschenkel oder Hüften bemerkbar macht.

    Beide Beine sind hier gleichermaßen betroffen. Ein Lipödem kann allerdings auch im Gesäß auftreten. Du kannst es daran erkennen, dass die Beine bei Berührungen oder Druck stark schmerzen. Außerdem bilden sich schnell blaue Flecken und bei längerem Stehen werden die Beine schwer und dick.

    Hauptsächlich sind Frauen betroffen. Ein Lipödem entwickelt sich oft in der Pubertät und schreitet immer weiter voran. Sport, Diäten oder eine Ernährungsumstellung helfen hier nicht weiter.

Was tun bei dicken Beinen?  Das hilft bei Lipödem & Co.

Wenn du unter angeschwollenen Beinen leidest, solltest du Rauchen und Stress unbedingt vermeiden. Auch Übergewicht kann zu schmerzhaften Wassereinlagerungen und Krankheiten führen. Um dicken Beinen vorzubeugen oder das Problem zu lindern, kannst du auf einige Dinge achten:

  • Gesunde Ernährung
    Eine ausgewogene Ernährung ist das A und O. Viel Obst und Gemüse sollten auf deinem Speiseplan stehen, außerdem solltest du so viel wie möglich frisch kochen, statt Fertiggerichte zu kaufen. Hier empfiehlt sich besonders eine kohlenhydratarme, ketogene Ernährung. Verzichte zudem auf gesüßte Getränke und achte darauf, mindestens 2 Liter Wasser am Tag zu trinken.
  • Kompressionstherapie
    Mithilfe von Kompressionsstrümpfen kannst du Wassereinlagerungen in den Beinen vorbeugen. Durch ihre enge Passform und den ausgeübten Druck unterstützen sie die Venen und entlasten die Beine. Damit sie ihre Wirkung entfalten können, solltest du sie täglich tragen
  • Lymphdrainage
    Diese spezielle Art der Massage regt die Muskeln der Lymphgefäße an und fördert so den Blutfluss in den Beinen. In vielen Fällen sind tägliche Lymphdrainagen für einen begrenzten Zeitraum (etwa 2 Wochen) notwendig.
  • Bewegung und Sport
    Bewegungen jeglicher Art helfen dem Körper beim Bluttransport. Wichtig sind vor allem Ausdauersportarten wie Wandern, Walken, Joggen und Radfahren. Auch Spazierengehen und Treppensteigen können Schwellungen in den Beinen verhindern.

Ein weiterer Tipp: Auch gezielte Beingymnastik reduziert durch den angeregten Blutfluss die Schwellungen der Beine. Besonders Sportarten im Wasser eignen sich ideal: Schwimmen, Aqua-Jogging, Aqua-Cycling oder Aqua-Gymnastik wirken ähnlich wie eine Lymphdrainage.

Solltest du regelmäßig oder über einen längeren Zeitraum an dicken Beinen leiden, wird es allerdings Zeit für einen Arztbesuch. Dein Hausarzt kann dir eine erste Diagnose stellen und dich, wenn nötig, an einen Facharzt weiterleiten.

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