Reiterhosen – Warum nehme ich an den Oberschenkeln nicht ab?

Zusätzliche Fettpölsterchen – gerade an den klassischen „Problemzonen“ des Körpers – sind immer lästig. Ein typisches Beispiel dafür sind die sogenannten „Reiterhosen“. In diesem Beitrag gehe ich darauf ein, was genau es damit auf sich hat, wie man die Fettpolster an der Hüfte wieder los wird und wann ein Besuch bei der Fachärztin erforderlich ist.

Reiterhosen effektiv loswerden – erhalte hier wichtige Tipps und Ratschläge dazu, wie du gegen die Hautdellen an Oberschenkel, Hüfte und Po am besten vorgehen kannst!

Was sind Reiterhosen?

Als Reiterhosen werden größere Fettansammlungen im Bereich von Hüfte und Gesäß bezeichnet. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Reitsport und bezieht sich auf die Hosen der Reiter, die an den Außenseiten der Oberschenkel über zusätzliche Wölbungen für mehr Bewegungsfreiheit verfügten.

Reiterhosen treten praktisch ausschließlich bei Frauen auf – unabhängig von Statur, Gewicht und Körperbau. Die Verteilung der Fettzellen innerhalb des Körpers ist genetisch veranlagt und kann im Falle der Reiterhosen auch durch hormonelle Schwankungen begünstigt werden. Dadurch können auch ansonsten zierliche oder sehr dünne Frauen mit diesen Fettpolstern zu kämpfen haben.

Was kann man gegen Reiterhosen tun?

Die beiden besten Mittel, um Reiterhosen loszuwerden, sind Sport und eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Dadurch wird die Fettverbrennung des Körpers unterstützt und die überschüssigen Fettreserven an Beinen und Po können in den meisten Fällen mit der Zeit abgebaut werden.

In Sachen Ernährung solltest du nach Möglichkeit weniger Kohlenhydrate und mehr Eiweiße zu dir nehmen. In Verbindung mit Sport kannst du so auch ganz aktiv den Muskelaufbau fördern, was die Fettverbrennung noch weiter ankurbelt.

Da sich an den betroffenen Hautstellen häufig auch Cellulite bilden, ist neben der allgemeinen sportlichen Aktivität auch ein Workout zur Hautstraffung empfehlenswert. Übungen wie das „Wandsitzen“ oder „Squats“ eignen sich sehr gut für das gezielte Training von Hüfte, Po und Oberschenkel. Dieses Training sollte regelmäßig durchgeführt werden, um das Bindegewebe der Haut nachhaltig zu kräftigen.

Schmerzende Reiterhosen – Mögliche Anzeichen für ein Lipödem

Wenn du feststellst, dass die Fettansammlungen an Hüfte und Oberschenkel nicht nur zunehmend größer werden, sondern sogar schon bei leichtem Druck schmerzen, können die Reiterhosen auch das Resultat einer zugrundeliegenden Lipödem-Erkrankung sein. Hierbei handelt es sich um eine chronische Fettverteilungsstörung.

In einem frühen Stadium ist ein Lipödem von klassischen Reiterhosen nur schwer zu unterscheiden. Es betrifft ebenfalls ausschließlich Frauen und tritt zudem in der exakt gleichen Region auf, wo auch die Reiterhosen sitzen – im unteren Bereich der Hüfte sowie am Po und den Oberschenkeln.

 Zur Unterscheidung solltest du auf die folgenden Punkte achten:

  • Ernährung und Sport ohne Wirkung
    Bei einer Lipödem-Erkrankung kommt es im Gewebe zu einer Fettvermehrung, die unabhängig von der körperlichen Aktivität oder der Kalorienzufuhr ist. Dadurch ist auch durch eine Ernährungsumstellung und / oder intensiven Sport keine Reduzierung der Fettpolster möglich.
  • Druckempfindlichkeit der Region
    Beim Streichen über die Region reagiert diese sehr empfindlich, geringe Berührungen oder Druck können bereits zu Schmerzen führen. Auch der Kontakt mit Kleidung kann Schmerzimpulse auslösen.
  • Schnelle Bildung blauer Flecke
    Bereits bei leichtem Druck auf die Hautpartien kann es zur Bildung blauer Flecke kommen. Häufig ist für Betroffene nicht einmal konkret nachvollziehbar, woher die Flecken überhaupt stammen könnten.

Wichtig: Wenn du ein Lipödem bei dir vermutest, dann solltest du dies unbedingt zeitnah mit einer Ärztin abklären. Je eher ein eventuelles Lipödem als solches erkannt wird, desto besser und zielgerichteter kann die Erkrankung behandelt werden.

Weitere Maßnahmen gegen Reiterhosen – Von Massagen bis zur Liposuktion

Neben gezielter sportlicher Betätigung und einer Ernährungsumstellung können konventionelle Reiterhosen auch bis zu einem gewissen Punkt mit Massagen und Lymphdrainagen behandelt werden. Gerade bei einer Lipödem-Erkrankung haben sich Lymphdrainagen oder auch Kompressionsstrümpfe als wirksame Behandlungsmöglichkeiten erwiesen.

Bilden sich die Fettpolster nicht zurück, sondern nehmen an Umfang sogar noch zu oder bereiten immer stärkere Schmerzen, kann ein chirurgischer Eingriff die Lösung sein. Bei einer Fettabsaugung oder auch Liposuktion wird dann das überschüssige Fettgewebe aus der Körperregion chirurgisch entfernt.

Auch wenn dieser Eingriff gegen Reiterhosen sehr wirksam ist, kann damit beispielsweise ein ursächliches Lipödem nicht behandelt werden. Gleichzeitig ist eine OP mit eigenen Risiken verbunden, die vorher gut abgewogen werden müssen.

Reiterhosen richtig behandeln – im Idealfall mit ärztlichem Rat

In den meisten Fällen bilden sich Reiterhosen als Folge genetischer Veranlagung. Diese Fettpolster kannst du in der Regel erfolgreich bekämpfen, indem du dich gesund ernährst, Sport treibst und dabei durch gezielte Übungen die Elastizität des Gewebes stärkst.

Ist das alles ohne Wirkung und sind die entsprechenden Hautstellen außergewöhnlich schmerzempfindlich, können die Reiterhosen unter Umständen durch ein Lipödem verursacht werden. Wenn du diese Erkrankung bei dir vermutest, dann solltest du kurzfristig einen Termin mit deiner Ärztin vereinbaren, um eine Fach-Diagnose zu erhalten und gegebenenfalls erste Behandlungsschritte einzuleiten.

Willst du mehr darüber erfahren, was für eine Lipödem-Erkrankung typisch ist? Interessierst du dich für geeignete Behandlungsmethoden und Möglichkeiten der Früherkennung? In meinen Blog-Beiträgen findest du viele weitere spannende Informationen rund um das Thema – lies dich gerne ein!